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Wahlkampfmenschen bei der SPD
von Paul Allende

 

Die SPD hat ein neues Wahlkampfgesicht, Katharina Saalfrank bekannt als die „Super Nanny“. Wem das noch nichts sagt: die Frau hat versucht Eltern beim Erziehen ihrer Kinder zu helfen. Derartige Sympathieträger sind nirgendwo beliebt und genau da hat die SPD zugegriffen. Die Partei der mittelmässigen Mitte würfelt jetzt um den Sieg. Nach anfänglich schwächelnden Umfragewerten greift nun die gewiefte Wahlkampfstrategie der SPD. Bundesminister des Auswärtigen Amtes Frank Walter Steinmeier hat fast einen Vertrag mit Uri Geller vereinbart. Da kam Hubertus Heil mit der freudigen Nachricht: eine schwarzhaarige Frau, die er mal im Fernsehen gesehen hatte, würde es für die Hälfte tun. Okay, Uri Geller kann Zaubern und gestört gucken, wie es das politische Geschäft verlangt. Aber Frau Saalfrank ist hübscher. Das kommt an beim Volk. Zur Bildungspolitik sagt Frau Saalfrank: „Eine Blume muss in Ruhe wachsen, man kann nicht einfach an ihr ziehen.“ Schon im SPD-Parteiprogramm von 1789 steht: „Eine Blume muss in Ruhe wachsen, man kann nicht einfach an ihr ziehen.“ Saalfrank tritt hier für eine Politik der Geradlinigkeit ein. Blumen und Kinder dürfen demnächst in Ruhe wachsen, ohne dass gezogen wird. Als wäre das nicht genug, ergänzt die Diplompädagogin: „Was nützt es, wenn ein Kind mit Wissen vollgestopft ist? Man muss sich doch auch Zeit nehmen dürfen, die Welt zu begreifen.“ Endlich wird’s gesagt. Die Welt kann nach saalfänkischer Theorie nur mit leerem Kopf verstanden werden, rumstopfen verboten. Wenn Saalfrank erst Bildungsministerin ist, wird erstens nur gelernt, wenn das Kind Bock hat und zweitens ausschliesslich übers Fernsehen. Das kostet viel weniger.

Nachdem Herr Heil bemerkte, dass Kinder die Frau Saalfrank schätzen müssten, noch nicht wählen dürfen, sind jetzt alle Lampen auf Familienpolitik gerichtet. Die Idee ist einfach, Kinder sollen ihre Eltern überreden Frau Saalfrank zu wählen. Ob das klappt bleibt unklar. Eltern hätten dann ihre fetten Blagen den ganzen Tag um sich. Insgesamt sitzt die SPD in einer verzwickten Mühle, vielleicht wäre Uri doch besser gewesen. Wahrscheinlich tritt die Partei bei der nächsten Wahl wieder mit Politik an. Erste Reaktionen sind erkennbar, die SPD fällt laut Infratest dimap auf lustige 23%.

 

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