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Proto-Industrialisierung in England
von Benjamin Fredrich

Zum Artikel: Das Forschungsdesign der Proto-Industrie

 

Englische Historiker, wie Herbert Heaton und Alfred Wadsworth haben die Bedeutung der industriellen Frühphase bereits in den 20iger und 30iger Jahren des 20. Jahrhunderts erkannt. In Groß Britannien fand die Umwandlung der Proto-Industrie zur großindustriellen Wirtschaft regional unterschiedlich kraftvoll statt. Für eine Gesamtsicht lässt sich das Jahr 1800, wegen der fortschreitenden Urbanisierung, als Transformationsphase bezeichnen. Das Bevölkerungswachstum war vom Absinken des Heiratsalters und vom Anstieg der Heiratsquote begleitet. Die Landwirtschaft reagierte nur langsam auf die erhöhte Nachfrage von Nahrung, weshalb die Lebensmittelpreise in England stiegen.

Handelskompanien und Arbeitsprozesse spezialisierten und konzentrierten sich lediglich auf regionale Gebiete. Doch die auf ländlichem Raum produzierten Güter der Proto-Industrialisierung wurden für den überregionalen Markt hergestellt. Einige Kerngebiete der Vorindustrie wurden in der nachfolgenden Zeit zu großindustriellen Wirtschaftszentren, Städten und Stadtnetzwerken. Groß Britannien hatte im Vergleich zu den kontinentaleuropäischen Staaten erhebliche industriefördernde Startbedingungen: Eine soziale Struktur, ein gesetzlich steuerlicher Rahmen, starke Proletarisierung der Arbeiter und die Befreiung von feudalistischen Regeln ließen der kommerzieller Produktion freie Entfaltungsmöglichkeiten.

Die Textilbranche ist die erste stark expandierende Industrie in England. Hieraus folgend ergaben sich bedeutende Besitzakkumulationen, von denen das weitere Fortschreiten der Wirtschaftsstärke abhängig war. Das Bevölkerungswachstum Englands stieg zu keiner Zeit besonders rasant, sondern dauerhaft kontinuierlich. Produktivitätssteigerungen, der Arbeitskräftezuwachs auf den Farmen und die landwirtschaftliche Reorganisierung von der Dreifelder- zu Fruchtwechselwirtschaft, schufen besonders in den West-Midlands Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Die neue Technik der Landbestellung eignete sich nur in besonders fruchtbaren Regionen, die weniger fruchtbaren Gebiete wurden landwirtschaftsgewerblich aus dem Markt gedrängt.

Der Welthandel und Seemächte
England hatte den Niederlanden im 17. Jahrhundert infolge von drei Seekriegen die Vormachtstellung über die Herrschaft der Meere abgenommen. Durch einen weltweiten Markt ausgehend von England, Irland und den amerikanischen Kolonien und mit geringem Einfluss von Zünften, günstiger Außenpolitik, Militarismus und Diplomatie besaß England ab 1707 gegenüber den kontinentaleuropäischen Staaten viele proto-industrie-fördernde Eigenschaften. Auch verloren die städtischen Wirtschaftsstandorte nicht an kommerzieller Macht, sodass England zum größten weltweiten Exportlandland wurde. Erfolgreiche Kolonialpolitik und die schnell wachsende Freihandelszone waren für die proto-industrielle Entfaltung wichtige Faktoren. Eine wirtschaftlich-merkantilistische Ausrichtung, durch Steuern und Zölle geregelt, bevorzugte die Einfuhr von Rohstoffen und die Ausfuhr von veredelten Gütern. Gleichzeitig wurden Rohstoffexporte und Import von veredelten Waren benachteiligt. Die proto-industrielle Wirtschaft passte sich diesen Gesetzen an, die Händler kauften viele Rohstoffe. Im Gegenzug verkauften sie nahezu ausschließlich bearbeitete Produkte wie Textilien, Segel, Leinwand Schmuck, Werkzeuge, Eimer, Nägel, Schmiedeeisen und Fußketten für Sklaven. Die England, wie auch andere europäische, Staaten förderten auf diese Weise einen enormen Kapitalzuwachs.

Englische Regionen der Proto-Industrialisierung
Für die Standortwahl der landwirtschaftlichen Betreiber neuer Gewerbe war der Zugang zu Rohmaterialien und einer guten Marktverbindung von äußerster Wichtigkeit. So entschied die Bodenfruchtbarkeit, ob eine Region kommerziell, landwirtschaftlich genutzt wurde oder durch Subsistenzgetreidebau, Viehzucht, Weidewirtschaft und ländliche Industrie abgelöst wurde.

Im Norden und Westen Englands entwickelte sich nach diesem Prinzip im 17. und 18. Jahrhundert eine verarbeitende Industrie. In Teilen des Ostens und des Südens waren die Böden so fertil, dass kommerzielle Landwirtschaft und partiell Viehzucht betrieben wurde. Der fruchtbare Teil Englands stellt geografisch betrachtet eine Art Streifen, startend von der Mitte des Südens in den ländlichen Umgebungen von Bournemouth, Portsmouth, Southamptom und Brighton, dar. Dieser Streifen erstreckt sich in Richtung Nord-Westen bis an die östliche Küste bei Scarbourgh, Bridlington, Hull und Hornesia aber auch nordwestlich von Norwich. Durch diesen beschriebenen Streifen der Fruchtbarkeit entstand die proto-Industrielle Produktion nicht nur im Norden, Westen und Süd-Westen des Landes, sondern auch auf einem dünnen Gebiet südlich und Nord-östlich von London.

Die Arbeiter der Westmidlands spezialisierten sich auf Weide- und Graswirtschaft, weil sie mit der effektiveren Getreideproduktion des Südens nicht mithalten konnten. Die entstandene Unterbeschäftigung dieser Gebiete wurde nur teilweise durch die Metallindustrie beseitigt. Das schließt nicht aus, dass es ländliche Industrie nur in unfruchtbaren Weidelandschaften gab. Trotz guter landwirtschaftlicher Bedingungen siedelten sich in Essex (Seidenindustrie), East Anglia (Wollproduktion), Norfolk und Suffolk (Leinen), Buckinghamshire und Huntingtonshire (Stroflechterei) sowie Lancashire (Tuchmacherei) Landindustrien an. Denn der Grund für die industrielle Beschäftigung war nicht nur, wie oft vermutet, Arbeitslosigkeit durch Unfruchtbarkeit des Bodens, sondern auch Investitionslust und Profitchancen trotz guter Bodenverhältnisse. Aus dieser Verhaltensweise entwickelten sich in den Westmidlands viele unterschiedliche Produktionsstätten der Metallverarbeitung. In South Yorkshire wurden vor allem Besteck, Sensen, Hammer, Nagelprodukte, in Lancashire Baumwoll-, Woll- und Leinenindustrie hergestellt. Derbyshire entwickelte sich zu einem Zentrum des Bleibergbaus. Territorien in denen sich wegen Arbeitslosigkeit oder Profitbegierde Landindustrien bildeten waren der Kentish Weald, Nordwest Wiltshire, die Täler von Stour und Colne in Essex (Suffolk), Südwest Yorkshire, West Country und Südost Lanchashire.

 

Die Organisation des Verlagssystems
Mit der aufkommenden Proto-Industrie entstanden gleichzeitig neue, für das dezentrale Handelsnetz notwendige, Berufsgruppen. Die verlängerte Zirkulationszeit des Kapitals machte Verlagskaufleute und Handelsvermittler zur Notwendigkeit einer funktionierenden Landindustrie. Die vom Heimhandwerker hergestellten Produkte wurden von „Verlegern“ zentral vermarktet. Der Verleger trat demnach mit Geld oder Gütern in „Vorlage“ und tauschte die Güter zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein. Zudem war der Verleger ortsspezifisch und qualitativ differenziert für die Rohstoffbelieferung seiner arbeitskooperierenden „Verlegten“ zuständig. Diese Art des Verlagssystems bildete sich vorwiegend im Bereich der Textilindustrie und in Territorien zersplitterte Landbesitzverhältnisse heraus. Auch beschleunigte das Verlagssystem die Abhängigkeit der Arbeiter von den Verlegern und die Proletarisierung, wie es sich enorm in der Tuchindustrie von Kentish Weald ausbildete. Die Quantität von Textilproduktion stieg speziell in Yorkshire und East Anglia, sodass diese beiden Gebiete in Konkurrenz zueinander traten.

Die Arbeitsweise
In englischen Hauswirtschaften stand das Muster der Arbeitsteilung in keinem linearen Entwicklungsablauf zu den Handels und Arbeitsbeziehungen. Nicht nur in England, in jedem europäischen Land ist die Proto-Industrialisierung von Unterschieden des Zustandekommens bedingt durch Flexibilität und Produktionstyp charakterisiert. 1920 beschrieb Heaton, dass sechs Menschen für die Herstellung eines großen Tuchs benötigt wurden. Diese Anzahl an Menschen stimmt in etwa mit der Hauspersonenanzahl in Yorkshire des 17. Jahrhunderts überein. Männer, Frauen und Kinder eines Haushaltes arbeiteten kooperativ zusammen und nahmen nicht selten weitere Arbeitskräfte auf. Die Rohstoffe wurden (oft Wolle) von Stapelkaufleuten zu den Arbeitern transportiert und nach der Bearbeitung auf den Wochenmärkten verkauft. Leeds stellte sich hierbei als besonders großer Textilmarkt heraus. Frauen wurden im 18. Und 19. Jahrhundert vermehrt zum Spinnen aber auch in der Spitzenklöppelei und Strohflechterei beschäftig. Männer waren in der Landwirtschaft saisonal arbeitslos, deshalb oft unterbeschäftigt oder wurden fürs Weben und Kämmen eingesetzt. Die Verleger, Unternehmer und Kapitalisten zahlten den Arbeitslohn oft an die Männer und nur selten direkt an Frauen und Kinder. Das Black Country spezialisierte sich zum Beispiel auf die Herstellung von Nägel, Ketten Schraubenmuttern, Bolzen, Feilen geprägt durch eine erhebliche Frauen- und Kinderarbeitsquote.

Gebietsentwicklung nach der Proto-Industrialisierung
Wirtschaftlicher Aufschwung, Stillstand oder Rückgang resultierten weniger aus der protoindustriellen Ausprägung eines Gebiets. Britische Historiker wie Coleman behaupten, dass die Entwicklung zur Großindustrie in erster Linie von der Kohlebeschaffenheit oder Kohlezulieferung des Bodens abhängig war. Diesem Argument steht die Entwicklung der Gebiete East Anglia, Kentish Weald und West Country entgegen, deren Proto-Industrie bereits vor dem großen Kohleförderungsaufschwung beseitigt wurde. So entwickelten sich lediglich vier von zehn protoindustriellen Standorten zu großindustriellen Zentren. Den Erfolg wie beispielsweise in Birmingham sahen die Historiker viel mehr durch eine religiöse Tendenz, institutionelle Regulierung, Arbeitsqualifikation, kooperierende Handwerker, Agglomeration verschiedener Branchen, Vielfalt von Produkten, Märkten und einem Wettbewerb zwischen ländlichen, städtischen, kleineren und größeren Produzenten entstanden. Auch wird die industrielle Flexibilität in der Anwendung von Technik für die Entwicklungsausrichtung genannt. In West Country beschäftigten viele Tuch-Unternehmer mehr als 100 Arbeiter. Nachdem andere Großfabriken durch den Einsatz von Technik schneller besser und günstiger produzierten, sank der Preis für Textilien. Auch in West Country sollten daraus folgend Maschinen eingesetzt werden, doch die Arbeiter wehrten sich dagegen und die Herstellung wurde wenige Zeit später eingestellt. Im Weald Gebiet war der landindustrielle Niedergang bereits im späten 16. Jahrhundert, vor dem Aufstieg der Eisenindustrie vollzogen. Das Weald betrieb keine Metallproduktion oder New Draperies (neue Schnittwarenherstellung) wie die vielen anderen Gebiete, stattdessen spezialisierten sich die Arbeiter auf die Landwirtschaft des Hopfenanbau. Die zweite Phase der Industrialisierung erreichten die Textilunternehmen in West Yorkshire und Lancashire durch vermehrten Einsatz von Maschinen, Frauen und Kinderarbeit sehr viel schneller als ihre umliegenden Länder. Zusätzlich siedelten sich die ersten großen Dienstleistungsindustrien an. Die ersten Fabrikunternehmer waren keine Unternehmer oder Verlagskaufleute aus der proto-industriellen Phase. Im Gebiet South Yorkshire - West Midlands wuchs die Arbeiterzahl besonders in der Schwerindustrie. Das Nordwestliche Gebiet Englands konnte durch eine Vielfalt der Unternehmen industriell bestehen und war weitestgehend von der Kohle unabhängig. Den Gebieten von Weald, Nordwales, West Country und East Anglia fehlte die Struktur von Maschinen, Kohle aber auch Großunternehmern, um die vorindustriellen Eigenschaften weiterzuentwickeln.

Demografische Veränderungen durch die Proto-Industrie
Trotz des Bevölkerungswachstums entwickelte sich keine ausgeprägte landlose proletarisierte Arbeiterklasse die von Unternehmern und Kapitalisten abhängig war. Die demografische Zusammenstellung änderte sich durch die Proto-Industrialisierung kaum, denn die weiteren großindustriellen Entwicklungen standen wenig mit der Proto-Industrie in Verbindung. Die industrielle Entwicklung, die großwirtschaftliche Kohle-, Stahl-, Baumwoll- und Schiffbauproduktion in Cumbria ist nicht auf die vorher herrschende Proto-Industrie zurückzuführen.

Außerlandwirtschaftliche Einkommen konnten durch die Unabhängigkeit einer Familie positive und einer zu starken Abhängigkeit von den Verlagsleuten negative Folgen haben. Die proto-industrielle Epoche zeichnet sich durch keine geradlinige gleichförmige Änderung der Partnerwahl, Heirat und zwischenmenschlichen Beziehungen aus. Allerdings fanden die englischen Arbeiter und Unternehmer eine annähernd gleichförmige wenig feudale Struktur vor, in denen präventive checks, patriarchalische Kontrolle und Erbrecht untypisch schwach für das 17. Jahrhundert entwickelt waren. Ob das kommerzielle Gewerbe Auswirkung auf das Heiratsalter und die Fertilität hatte ist schwer zu beantworten. Heutige Historiker machen eher die Proletarisierung, wachsende Beschäftigungsmöglichkeiten und die Urbanisierung für die Entwicklung des Bevölkerungswachstums verantwortlich. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts fiel das Heiratsalter von Frauen durchschnittlich um 5 Jahre. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass das Absinken des Heiratsalters ihre Ursache in der Proto-Industrialisierung findet, denn die Senkung war bereits weit vor dem großen „take off“ zu erkennen. Bis 1815 nahm die Illegalität von Partnerschaften und Geburten zu. Starke Mortalität und kontrollierte Familienbeschränkung führten nach den napoleonischen Kriegen zu schwächerem Bevölkerungswachstum.

 


Gebräuche, Kultur und Geschlechterrollen
Die Arbeitsweise der Landindustrie war eng mit den sozialen und kulturellen Normen innerhalb des Dorflebens verbunden. Die proto-industrielle Entwicklung hielt junge Menschen auf dem Land, währenddessen die Großfamilie mit der entstehenden Urbanisierung das Dorfleben und die sozialen Bindungen schwächte. Frauen wurden in der vorindustriellen Phase zusätzlich belastet, indem sie in den Arbeitsrhythmus eingegliedert wurden und die Haushaltsaufgaben und Kinderpflege weiterhin behielten. Auch stieg ihr Verdienst durch Mehrarbeit selten an. Andererseits wurden Frauen und besonders Witwen zeitweise die Möglichkeit gegeben eine Führungsrolle in mittelgroßen Unternehmen zu bekommen. Trotzdem hatten Frauen im Prozess der Arbeitsteilung vielmehr unqualifizierte Arbeit und die Männer qualifizierte Arbeit übernommen. Maschinen zerstörten die Notwendigkeit von qualifizierter Arbeit. Im Regelfall wurden Frauen durch Maschinen ersetzt (Spinnmaschine). Dadurch übernahmen sie die eigentliche Männerarbeit (Wirken, Weben) weil ihre Arbeitskraft günstiger war. Viele Männer gerieten durch den Einsatz von Maschinen in Arbeitslosigkeit. Zusätzlich wurden die Löhne durch Zuwanderung von Arbeitern aus dem Ausland, vor allem aus Irland, gedrückt.

Ergebnis - Die Veränderungen durch Proto-Industrialisierung
Die Proto-Industrialisierung hatte enorme Wirkung auf Kultur, Alltagsleben und Werte, aber nicht, wie oft diagnostiziert, auf die Entstehung der Industrialisierung. Die Landarbeiter wandten sich von der Subsistenzproduktion zur Güterproduktion für den überregionalen und internationalen Markt. Ein differenzierter Dienstleistungssektor schaffte ein unterschiedlich entwickeltes Dorf- und Landleben. Die Produkterzeugung auf dem Land veränderte das Konsummuster, die Gewohnheiten, Kleidung, Architektur, Freizeit bis hin zur Einrichtung des Hauses. Ab 1830, fast ein halbes Jahrhundert später als in Deutschland, wurde die Kartoffel vor allem in West Yorkshire erstmalig angebaut. Die Ernährung wurde im Verlauf der Seemachtstellung Englands auch von außerhalb organisiert. So wurde auch Mehl, Tee und Tabak trotz der staatlich erschwerten Auflagen importiert.

Literatur:

Heaton, Herbert: The Yorkshire woolen and worsted industries from the earliest times up to the industrial revolution, Oxford, Clarendon Press, 1920

Wadsworth, Alfred Powel: The cotton trade and industrial Lancashire, 1600-1780, Manchester, Manchester university press, 1931

Coleman, Donald C.: The economy of England 1450 – 1750, Oxford, Oxford Univ. Press, 1978

 

 

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