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Israel antwortet auf Goldstone-Bericht

von Benjamin Fredrich

Mehr als ein Jahr nach dem Krieg im Gazastreifen und dem darauffolgenden Goldstone-Bericht, beginnt Israel sich zu rechtfertigen. Der jüdische Staat hatte die Absicht dem Bericht keine Beachtung zu geben, er verurteilte ihn und nannte den Ersteller zwischenzeitlich einen Antisemiten. Dieser ist jedoch auch Jude, die Taktik einen politischen Gegner des allgemeinen Antisemitismus zu beschimpfen verfehlte ihr Ziel. Zudem endete die weltweite Kritik am israelischen Handeln nicht.

Der Bericht, verfasst von der Forschungsgruppe des „Intelligence and Terrorism Information Center“ (Malam) in Zusammenarbeit mit dem Schin Bet (Geheimdienst Israels) soll nun die Unschuld der israelischen Armee während des Angriffs auf den Gaza Streifen von 2008/2009 beweisen. Die Aufarbeitung wurde unter der Leitung von Reuven Erlich, einem der Armee nahestehenden Person und früheren Offizier des Geheimdienstes, geführt.

Die Malam Gruppe führt an, dass die Hamas Moscheen, Krankenhäuser und Schulen also zivil-öffentlich Einrichtungen als Waffenlager genutzt hat und aus diesen heraus auch kampftechnisch operierte. Dem Bericht nach hat die Hamas Zivilisten als Schutzschilder benutzt oder Kindergruppen als sicheren Fluchtort gewählt.

Als Polizisten verkleidete Hamas Krieger
Laut Goldstone wurden im gesamten Krieg 264 Mitglieder der Hamas getötet, 248 Polizisten und 16 Mitglieder palästinensischer Sicherheitsorganisationen. Das Malam Team will diese Zahlen nun ein Jahr nach dem Krieg berichtigen, indem es versucht die Polizisten auf die Seite des Militärs zu schieben. Die palästinensische Polizei hat demnach starke Verbindungen zum rechten Flügel der Hamas und zusätzlich auch die Aufgabe Israel zu bekämpfen.

Sollten Teile des Malam-Berichts der Wahrheit entsprechen, bleiben die unterschiedlichen Angaben der Toten trotzdem ungeklärt. Von den insgesamt 1166 (Ang. Israel) bis 1417 (Ang. PCHR) Toten schwanken vor allem die Angaben über die getöteten Zivilisten, Israel gibt die Anzahl mit 295, die PCHR mit 926 an.

Das Ziel des Malam-Berichts ist nicht die Aufarbeitung der Israelischen Handlungen. Hauptsächlich wird die Herangehensweise der Hamas betrachtet. Diese soll für die hohe Anzahl der Opfer auf zivilistischer Seite verantwortlich sein.

Die Beweise sollen palästinensische Kriegsgefangene und Videos der israelischen Luftwaffe liefern, auf die Goldstone keinen Zugriff hatte weil die Regierung von Benjamin Netanjahu eine Kooperation mit der UN ablehnte und bis heute ablehnt.

Den Bericht von Goldstone so stark wie möglich zu widerlegen, das ist das Hauptziel Israels. Auch Goldstone hat die Hamas für ihr Vorgehen verurteilt. Dass Netanjahu die Zusammenarbeit und auch andere neutrale Aufarbeitungsversuche ablehnte, wird Israel auch zukünftig keine besondere Glaubwürdigkeit erweisen.

Das neue Material wurde nicht nur parteiisch und von israelischer Seite erstellt, es ist sogar von der Seite beeinflusst, die die Befehle der Regierung ausführte und am stärksten unter dem Verdacht der Menschenrechtsverletzung steht, des Militärs.

Deutsche Medien interessiert das Nachspiel des Gaza-Krieges weniger. Bis auf die Frankfurter Rundschau, die einen schlechten Artikel mit reißerischer Schlagzeile „Kinder als Schutzschilde“ veröffentlichte, hat sich keine deutsche Zeitung mit diesem Thema befasst.

Weiterführende Artikel

Jerusalem Post: Countering Goldstone

Jerusalem Post: ‘Gaza police was incorporated into Hamas military wing’

Frankfurter Rundschau: Kinder als Schutzschilde
 

 

 

 

 

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