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Schmuggel als Lebensgrundlage - Iran sendet Hilfsgüter über Ägypten nach Gaza

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Schmuggel als Lebensgrundlage
Iran sendet Hilfsgüter über Ägypten nach Gaza
von BENJAMIN FREDRICH
Veröfentlicht: 28.06.2010 / 11:26 Uhr

Das ursprüngliche Ziel der iranischen Hilfsschiffe, die im Juni gesandt wurden, war die Küste des Gazastreifens. Angesichts der israelischen Blockade ist es allerdings unwahrscheinlich, dass die Schiffe ihr Ziel erreicht haben. Ob die Güter wieder zurück in den Iran transportiert oder in einen anderen israelfeindlichen Staat geschafft wurden, ist noch nicht vollständig geklärt.

Gaza1Sollte der Iran tatsächlich Interesse daran haben, die Bevölkerung des Gazastreifens mit Hilfsgütern zu versorgen, würde sich besonders Ägypten als Transitland eignen. Gaza hat nur zwei Nachbarn, Israel und Ägypten. Alle anderen Staaten müssen, um das kleine Palästinensische Gebiet zu erreichen, den Seeweg nutzen.

Für die Einfuhr von Waren in den Gazastreifen hat die Israelische Regierung strenge Auflagen erhoben. Viele Waren dürfen nicht eingeführt werden, weil ihre Eigenschaft die Möglichkeit einer militärischen Umfunktionierung aufweist.

Zwar riegelt die israelische Armee alle Grenzen (auch die zu Ägypten) ab, jedoch existiert ein ausgebautes Tunnelsystem, das den Gazastreifen mit Waren versorgt. Erlaubte oder unerlaubte Güter des Irans nach Gaza zu bringen, ist mithilfe dieser „Schmugglertunnel“ von Ägypten nach Gaza möglich und wahrscheinlich.

Der iranischen Regierung wird das negative mediale Echo auf die radikale Aufrechterhaltung der Gaza-Blockade sicher gefallen haben. Auch wird sie an einer Fortführung der öffentlichen Abwertung Israels interessiert sein. Deshalb wollen iranische Abgeordnete gegen die Blockade protestieren. Ähnlich wie die drei Abgeordneten der Linkspartei vor ein paar Wochen, planen Sie ein Hilfsgüterschiff zu begleiten, das vom Libanon nach Gaza fährt.

Das illegale Leben der Palästinenser
Selbst unter internationaler Aufsicht lehnte Israel die Einfuhr von Gütern für Projekte der zivilen Nutzung ab. Der Staat erklärte sich allgemein bereit, die Blockade zu lockern, nannte jedoch keine präzisen Maßnahmen. Bis heute ist die Lockerung nicht durchgesetzt worden.

Vor der Blockade wurden mehr als 4000 verschiedene Produkte in den Gazastreifen geliefert. Das Internationalen Roten Kreuzes meldete, dass Israel nur knapp 100 Produkte erlaubt. Nach diesen offiziellen Angaben wird Gaza heute mit weniger als 2,5% der eigentlichen Warenvielfalt beliefert.

Unter diesen Umständen wären die Menschen nicht lebensfähig. Mit den lebensnotwendigen Waren wird Gaza deshalb zu etwa 90% mithilfe der zahlreichen „Schmugglertunnel“ versorgt. Die Tunnel ermöglichen nicht nur Verbindungen nach Ägypten, sondern auch nach Israel.

In der jüngsten Vergangenheit wurden Die Tunnel regelmäßig von der israelischen Luftwaffe bombardiert. Die Angreifer beabsichtigten damit die Waffen- und Treibstoffversorgung der Palästinenser unterbrechen zu können.

Jedoch werden diese Aktionen nur Halbherzig durchgeführt. Zwischen Gaza und Ägypten existieren um die Tausend Tunnel, durch die sicher Waffen geliefert werden, aber auch Güter des alltäglichen Bedarfs. Sogar Kälber werden geschmuggelt. Israel kennt die Folgen einer kompletten Zerstörung der Tunnel: Gaza würde einer humanitären Katastrophe bevorstehen.

 

 

 

 

 

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