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Israel attackiert Türkei - Hilfsaktion für Gaza wird militärisch unterbunden

 

 

 


Israel attackiert Türkei
Hilfsaktion für Gaza wird militärisch unterbunden.
von Benjamin Fredrich

01.06.2010 / 11:32 Uhr

Selten hat Israel so offenkundig gegen internationales Recht und Menschenrecht verstoßen. Die Israelische Marine kaperte sechs Schiffe, die mit 10.000 Tonnen Hilfsgütern für den Gazastreifen beladen waren. Bei der Aktion sollen nach ersten Angaben 10-20 Menschen getötet worden seien. Die meisten von ihnen seien Türken gewesen.

Mit dieser Handlung könnten selbst die letzten Befürworter der israelischen Außenpolitik schwinden. Die bisherigen Kriegseinsätze gegen die umliegenden Staaten, wurden in ihrer Grausamkeit sehr viel besser von Israel verschleiert. Nun aber sind die Fakten klar und die Absicht des Einsatzes auch: Israel unterdrückt seine Nachbarstaaten, wie derzeit kein anderes Land. Bereits ein Jahr zuvor wurde ein Hilfsgüterschiff von Israel abgedrängt, allerdings nicht angegriffen.

Humane Güter wie Rollstühle, Medikamente, Baumaterialien Nahrungsmitte und Teile für Fertighäuser sollten in den Gazastreifen transportiert werden. Mehr als 700 Aktivisten befanden sich auf den Schiffen darunter Journalisten, Diplomaten, Abgeordnete des Europäischen Parlaments und drei Abgeordnete des Bundestages von „Die Linke“. Gregor Gysi erwartet indessen von der Regierung und dem Bundespräsidenten, sich für die Klärung dieses Konflikts und die Freilassung aller Besatzungsmitglieder einzusetzen.

Die Schiffe haben sich zum Zeitpunkt des Angriffs in Internationalem Gewässer befunden und wurden nach Haifa, in den Norden Israels, geschleppt. Israel handelt in diesem Fall als Akteur eines Krieges und verletzt internationales Recht. Umstritten bleibt, inwieweit die Aktivisten auf den Schiffen Gegenwehr leisteten oder welche der Parteien zu schießen begann. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats um die Handlung Israels zu beraten. Die UN forderte daraufhin ein unparteiliche Aufklärung des Falls.

Während in der Türkei die ersten Demonstrationen vor dem israelischen Konsulat in Istanbul stattfinden, bestellte das türkische Außenministerium sofort den israelische Botschafter Gabby Levy nach Ankara. Etwa 100 Demonstranten versuchten das Gelände des Konsuls zu stürmen, wurden jedoch aufgehalten. Israel hat jetzt einen Gegner mehr, der in der Lage ist die Situation im Nahen Osten zu kippen. Die Türkei kann nicht nur auf einen mächtigen Militärapparat zurückgreifen, sondern auch auf besonders gute Beziehungen zu den USA, die bisher die größten Verbündeten Israels waren.

Jerusalem warnte zudem vor Reisen in die Türkei. Israelis die sich derzeit in der Türkei aufhielten sollen sich bedeckt und unerkannt halten und größere Menschenmassen meiden.
 

Die Sicht Israels
Israels Armeesprecher Avi Benajahu behauptet dagegen, sie hätten die Aktivisten mehrmals dazu aufgefordert, sich ohne Gegenwehr zu ergeben. Dieser Aufruf wurde strikt abgelehnt was ein Eingreifen der Elitesoldaten erforderte, so Benajahu. Als die Soldaten die Schiffe mit Strickleitern bestiegen, wurde von Seiten der Aktivisten versucht diese mit Messern und Stöcken zu „lynchen“. Schwere Waffen soll die Schiffsbesatzung ebenfalls eingesetzt haben. Die Videoaufnahmen der Organisation „Free Gaza“ zeigen wie die Soldaten ohne Gegenwehr schossen. Sie begannen das Feuer zu eröffnen als die das Schiff betraten.

Israel hat seinen Medien eine Zensur auferlegt, nach der sie keine Angaben über die Anzahl der Toten oder Verletzten veröffentlichen dürfen. Alle großen Gegner Israels - die Arabische Liga, die PLO, Syrien – beriefen Sitzungen um darüber abzustimmen, wie mit Israel verfahren werden sollte. Es werden auch Forderungen erhoben, Handelsbeziehungen zu Israel einzustellen. US-Amerikanische Beamte sprachen davon, dass die USA die einzigen wären, die den Israelis glauben.

 

 

 

 

 

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