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Waffenlieferung als Kriegsvorwand
Syrien unter beweislosem Verdacht

von Benjamin Fredrich

23.04.2010 / 18:32 Uhr

Shimon Peres, der Präsident Israels, behauptet, Syrien würde Scud Raketen an die Hisbollah schicken. Die USA glauben dieser Aussage und warnten Syriens Diplomaten vor den Folgen einer solchen Handelsbeziehung.

Nachdem bekannt wurde, dass Syrien erneut Waffen an die Hisbollah senden könnte, hat die Regierung der Vereinigten Staaten vor dieser Handlung gewarnt. Das Außenministerium empfing den obersten Diplomaten Syriens, um ihn von den Folgen einer solchen Waffenlieferung zu informieren. Der Transfer wäre, in Bezug auf alle Beziehungen zwischen den beiden Staaten, ein außerordentliche Gefährdung.

Syrien gilt als entscheidender Akteur im Konflikt des Nahen Ostens, weil es in der Vergangenheit die Gegner Israels unterstützte. Die Waffenhilfe an den Iran hatte besonders negative Reaktionen in den Medien zur Folge. Syrien hoffte in den letzten Monaten, das schlechte Image verbessern zu können.

Sollte die Hisbollah mit Raketen und Waffen versorgt werden, könnten schon bald Israelische Häuser vom Libanon angegriffen werden. Im Nahen Osten ist der Frieden derzeit besonders unsicher. Ein Krieg zwischen Israel und dem Libanon wäre bei Durchführung des Waffentransfers nicht unwahrscheinlich.

Nach dem Treffen mit dem Diplomaten, veröffentlichte das Außenministerium der USA eine Erklärung, in der es alle Waffenlieferungen an die Hisbollah ausdrücklich verurteilt. Der Transfer hätte eine stark destabilisierende Folge und würde die Sicherheit beider Staaten (Israel und Syrien) bedrohen.

Waffentransfer als israelischer Kriegsvorwand
Die Beweislage allerdings ist sehr schwach. Der Vorwurf, Syrien würde eine unbestimmte Menge an Scud Raketen ausliefern, kommt vom israelischen Präsiden Shimon Peres. Dass Aussagen von Peres leider nur selten mit der Wahrheit übereinstimmen, wurde nicht zuletzt in seiner Bundestagsrede offensichtlich.

Israelische Beamte sagten, dass Syrien das Gleichgewicht der Mächte außer Kontrolle bringe. Zudem hätten viele arabische Anführer die Stimmung gegen Israel enorm verschlechtert. Besonders nach der israelischen Offensive gegen die Hisbollah soll das der Fall gewesen sein.

Scud Raketen sind in Israel keine unbekannten Waffen und erzeugen schnell die Aufmerksamkeit der Bevölkerung. Während des zweiten Golfkrieges schoss die Armee Saddam Husseins 39 dieser Raketen auf Israel. Er hatte sich davon erhofft, die Unterstützung der arabischen Staaten im Golfkrieg gegen die USA zu erhalten.

Die Scud Rakete ist zwar nicht in der Lage großen materiellen Schaden zu verursachen, kann aber durchaus viele Menschen gefährden. Während des Golfkrieges wurden 28 amerikanische Soldaten in Saudi Arabien durch einen Schud-Raketenangriff getötet.

Die USA nehmen den Hinweis von Shimon Peres ernst. Sollte Peres die Wahrheit sagen, wäre das ein großer Rückschlag für die Friedensbemühungen des Obama-Teams. Britische und Israelische Analysten bemerkten, dass die Scud Rakete eine unpassende Waffe für den Guerilla-Krieg der Hisbollah wäre und dass die Hisbollah bereits einige von diesen Waffen besitzen würde.

Die Regierung Syriens weist die Behauptung der Waffenlieferung geschlossen zurück. Peres Aussagen hätten lediglich das Ziel, einen Kriegsvorwand zu konstruieren, sagten syrische Sprecher. Die Hisbollah hat es abgelehnt die Angelegenheit zu bestätigen oder zu bestreiten.

Weiterführende Artikel:

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