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Krieg im Gazastreifen wird weitergeführt
von Benjamin Fredrich

07.04.2010 / 15:34 Uhr

Nach dem Raketenbeschuss auf Südisrael bombardierte die israelische Luftwaffe am Freitag den 02.04.2010 verschiedene Ziele im Gazastreifen. Nach den Angaben der Luftwaffe wurden vier unterschiedliche Einrichtungen zerstört, darunter zwei Fabriken der Waffenherstellung und zwei Waffenlager.

Auf der anderen Seite behauptet die Hamas, dass insgesamt zehn unterschiedliche Einrichtungen angegriffen wurden, wie zum Beispiel eine Käsefabrik, Filmproduktionsgebäude, eine Polizeistation und Plätze, auf denen die Hamas ihre Kämpfer ausbildet. Verletzte wurden von israelischer Seite bisher nicht gemeldet, aber auch nicht ausgeschlossen.

Das Militär Israels sagte, dass der Angriff eine direkte Reaktion, auf den Qassam-Raketenbeschuss ihres Landes an der Grenze zu Gaza, war. Der Raketenbeschuss aus jüngster Vergangenheit hat die Spannung zwischen den Staaten erhöht, so das Militär. Nach palästinensischen Angaben sind drei Kinder durch Glassplitter verletzt worden.

Ein israelischer Sprecher betonte, die Entscheidung auf einen Rückschlag sei am Donnerstag gefällt worden, kurz nachdem eine Qassam Rakete die Region Ashkelon attakierte. Im gesamten März sollen von Gaza fast 20 Raketen oder Granaten auf Israel gefeuert worden sein, seit Beginn des Jahres sind es insgesamt 40. Die erhöhte Gewaltbereitschaft im März hat seinen Grund in der kürzlich fortgesetzten Siedlungspolitik Israels, welche die Palästinenser in Ostjerusalem oder im Westjordanland benachteiligt. (LINK) Als Militante vor zwei Wochen versuchten Sprengladungen an den Grenzzaun von Israel anzubringen, wurden zwei Soldaten Israels bei der Verfolgung der Täter getötet.

Die Politik der Hamas
Der Hamas-freundliche Sender Al Aqsa berichtete über Ismail Haniya, dem Anführer der Regierung Gazas. Er hat die Angriffe verurteilt und den Kontakt mit Anhängern anderer Parteien aufgenommen, um eine unüberlegte Reaktion zu vermeiden.

Schon im drei Wochen dauernden Gaza Krieg war es Israels Ziel den Raketenbeschuss zu stoppen. Seit diesem Krieg im Jahr 2008/2009 wurden nur noch einige Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert. Diese die kürzlich geschossen wurden, werden nicht der Hamas zugeordnet. Israel sieht diese Angelegenheit verschieden, die Regierung von Benjamin Netanjahu geht davon aus, dass der letzte Beschuss auch von der Hamas organisiert wurde.

Einen Tag nach dem Besuch von Catherine Ashton, einer Gesandten der Europäischen Union, wurde am 18. März 2010 ein Arbeiter aus Thailand durch eine Rakete aus Gaza getötet. Für diesen Anschlag hatte sich die mit der Hamas konkurrierende Organisation „Ansar al Sunna“ bekannt. Eine belegte Verbindung der letzten Anschläge zur Hamas gibt es bisher nicht, Israel kann seine Behauptung nicht belegen.

Der 30jährige Thailänder war der erste Tote durch Raketenbeschuss, nachdem Israel im Januar 2009 den Krieg gegen Gaza beendete. Am 19. März, einen Tag nach dem Anschlag, feuerte die Luftwaffe Israels bereits mehrere Raketen und Bomben auf Ziele im Gazastreifen. Unter den zerstörten Einrichtungen war eine Metallfabrik mit Sitz in Gaza Stadt aber auch die Tunnel der Schmuggler, welche unter der Grenze zwischen Ägypten und Gaza verlaufen.

Gaza ist seit der Machtüberahme durch die Hamas im Jahr 2007 weitestgehend isoliert. Die Partei lehnte es ab, die Bedingungen des sogenannten „Quartetts“ - bestehend aus den Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, den Vereinten Staaten und Russland - zu akzeptieren. Die von diesen Mächten erstellten Bedingungen betrafen, mit Bezug auf die Hamas, den Verzicht auf gewalttätige Konfliktlösungsversuche, die Anerkennung des israelischen Rechts auf Existenz und einige Abkommen zwischen Israel und der Palästinensische Befreiungsorganisation.

Weiterführende Artikel:

International Herald Tribune: Israel Mounts Air Attacks in Gaza

guardian: Israeli air strikes hit Gaza Strip

 

 

 

 

 

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